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Umstrittener Stromanbieter Care Energy meldet Insolvenz an

Der umstrittene deutsche Stromanbieter Care Energy ist knapp einen Monat nach dem Tod des Firmengründers und früheren Alleingeschäftsführers Martin Kristek pleite. Am Freitag, den 17.02.2017, stellten die Care Energy AG, die Care-Energy-Holding GmbH und die Care-Energy Management GmbH nach Auskunft des Justizportals des Bundes und der Länder einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Care Energy ist in den letzten Jahren unter anderem auch als Co-Sponsor des Hamburger Sport-Vereins bekannt geworden.

Vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Rechtsanwalt Jan Wilhelm aus dem Hause hww Rechtsanwälte wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Care Energy versorgte nach eigenen Angaben zuletzt noch rund 12.500 Kunden in Deutschland mit Strom und 2.000 mit Gas sowie 12.900 Kunden in Österreich mit Strom. Der Geschäftsbetrieb soll im vorläufigen Insolvenzverfahren fortgesetzt und die Kunden sollen weiterhin beliefert werden. Insolvenzverwalter Wilhelm erklärte, er wolle das Unternehmen möglichst restrukturieren und sanieren.

Nach dem Tod von Martin Kristek am 21. Januar wurden Marc März und Abdelmajid Tareq zu Notgeschäftsführern der Unternehmen ernannt und haben nach Einblick in die Zahlen nun Insolvenz angemeldet. Die Unternehmen können angeblich nicht wie vorgeschrieben 90 Prozent der bestehenden Forderungen aus liquiden oder kurzfristig zu beschaffenden Mitteln abdecken. Von der Insolvenz sind mehr als 100 Mitarbeiter in Deutschland und Österreich betroffen, die meisten an den Standorten Hamburg und Bremen. Die Gehälter sind laut Angaben von Care Energy für die kommenden drei Monate gesichert.

Care-Energy-Pleite mit Ansage

Nach den Insolvenzen von Teldafax und Flexstrom in den Jahren 2011 und 2013 ist mit Care Energy nun erneut ein umstrittener neuer Energieanbieter in Deutschland pleite. Care Energy lag schon länger mit Stromnetzbetreibern, der Bundesnetzagentur und den Verbraucherzentralen im Streit. Martin Kristek warf den Netzbetreibern vor, die Stromanbieter mit falschen Zahlen zu versorgen, und der Netzagentur hielt er vor, die Netzbetreiber nicht ausreichend zu kontrollieren, um dies zu unterbinden. Kristek hatte eine verschachtelte und intransparente Unternehmenskonstruktion aufgebaut und wollte so als „Energiedienstleister“ die Zahlung der Strompreises für Haushaltskunden aus. Care Energy konnte so mit Kampfpreisen zu Spitzenzeiten 200.000 Stromkunden gewinnen. Bei der Bundesnetzagentur und den Stromnetzbetreibern konnte sich Care Energy mit dieser Konstruktion nicht durchsetzen. So hatte die Care Energy AG im Sommer 2016 nach eigenen Angaben dem Netzbetreiber Tennet fristlos wegen angeblich falscher Mengenprognosen gekündigt. Viele tausend Kunden gelangten so automatisch in die Grundversorgung des örtlichen Grundversorgers. Kurz danach stellte der Netzbetreiber 50Hertz die Belieferung von Care Energy wegen fehlender Zahlungen ein. Care eEnergy hatte durch den Verlust der Belieferung in diesen beiden Transportnetzen nach eigenen Angaben rund 75 Prozent seiner Kunden verloren.

vom 19.02.2017

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